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Dienstag, 11. Dezember 2012permalink

Vom Saatkorn zum Weihnachtsbaum

Karl Schulze Welberg verkauft Bäume zur Adventszeit seit 20 Jahren / Tannentaxi

Von Lisa Oenning

Darup bei Rorup. In elf Jahren vom kleinen Saatkorn zum stattlichen Weihnachtsbaum: So ergeht es der Nordmannstanne, die rund 80 Prozent der Kunden von Karl Schulze Welberg vor dem Fest der Liebe in ihre warme Stube holen. Die restlichen Kunden entscheiden sich meist für Blau- oder Rotfichten.

Seit 20 Jahren betreibt der Daruper zur Adventszeit den Weihnachtsbaum-Verkauf. Daher weiß er auch ganz genau, wie lange es dauert, bis ein Baum verkaufsfähig ist. „Anfangs wird die Saat in spezielle Aussaatkisten gesät, in der sie zwei Jahre verbleibt“, so Schulze Welberg. Anschließend werde der kleine Sämling für einen genauso langen Zeitraum ins Freiland verschult. „Die dann vier Jahre alten Sämlinge werden alle ins Freiland gepflanzt – jeder Baum braucht dann zirka 1,5 Quadratmeter Platz, damit er sich gut entwickeln kann“, erklärt der Experte. Die Bäume stehen dann noch sieben bis acht Jahre an ihrem neuen Standort bis sie die optimale Verkaufsgröße von zirka zwei Metern erreicht haben. Einige Bäume werden während der Kultur noch durch spezielle Schnittmethoden formiert. Denn: „Die Kunden legen besonderen Wert darauf, dass ihr Weihnachtsbaum relativ schmal und dicht ist“, benennt der Fachmann den Trend. Geerntet werden die zirka zehn bis zwölf Jahre alten Nordmannstannen mit der Motorsäge. Dabei werden die trockenen Äste im unteren Bereich direkt entfernt. Der Fachmann nennt diesen Vorgang „Putzen“. Dann gelangen die weihnachtlichen Pflanzen mit Hilfe eines speziellen Trichters in das Verpackungsnetz. „Ungenetzt könnten leicht Äste beim Transport abbrechen. Außerdem lassen sich genetzte Bäume viel besser transportieren“, erklärt Karl Schulze Welberg. Weil die Nachfrage groß ist, werden Weihnachtsbäume zugekauft: „Wir legen Wert auf kurze Wege, daher verkaufen wir keine Bäume aus Dänemark oder aus dem Sauerland.“ Die Bäume stammen deshalb aus der Region um Nottuln, Münster und Osnabrück. „Der Anbauer sortiert die Bäume vor, wir holen sie dann ab“, beschreibt er den Ablauf. Manche Bäume kauft er auch in Selbstwerbung ein – dann sortiert Karl Schulze Welberg die Bäume, sägt und netzt sie und übernimmt den Transport. Bereits jetzt sind die Weihnachtsbäume für den Advent im kommenden Jahr vorbestellt. Der Verkauf von Karl Schulze Welberg startet in diesem Jahr am 10. Dezember, Verkaufsstellen befinden sich in Coesfeld, Nottuln und in Rorup. Erfreulich für die Kunden ist, dass die Preise für einen Weihnachtsbaum konstant bleiben. „In Nottuln und Umgebung liefern wir den Kunden in diesem Jahr wieder mit einem ,Tannentaxi´ die Weihnachtsbäume kostenlos nach Hause“, berichtet er. „Wir sammeln für diese Leistung freiwillige Spenden für die Nachsorgearbeit des Bunten Kreises Münsterland e.V.“, so Schulze Welberg.

 

Nachdem der Baum abgesägt worden ist, muss der Stamm noch geputzt werden. Dabei entfernt Karl Schulze Welberg die trockenen Äste mit der Motorsäge.

Quelle:
Allgemeine-Zeitung.png