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Donnerstag, 13. Dezember 2018permalink

Unter Weihnachtsbäumen

Auf dem Hof Pankoke herrscht derzeit Hochbetrieb

Von Kristina Kerstan


Die meisten Kunden stellen sich eine Nordmanntanne ins Wohnzimmer, verraten Astrid, Patrick (M.) und Thomas Pankoke. DZ-Foto: Kerstan

RORUP. Kann ein gekaufter Weihnachtsbaum eigentlich umgetauscht werden? Thomas Pankoke lacht. Und erzählt dann von dem Mann, der kurz nach dem Kauf mit seinem Baum zurückkam. Der Frau gefiel die Tanne nicht. Der Ehemann bat jedoch nur darum, seinen Baum erneut in ein Netz zu verpacken - und nahm ihn wieder mit. Als Pankoke die Ehefrau später traf, erkundigte er sich nach den Weihnachtsbaum. Der erste, den ihr Mann angeschleppt hatte, der sei nichts gewesen, kam als Antwort. Aber der zweite, der sei schön gewesen.

Auf dem Hof Pankoke bei Rorup dreht sich in der Vorweihnachtszeit alles um Nordmanntannen und Co. Die ganze Verwandtschaft packt mit an. Zwei Wochen vor dem ersten Advent ging es los, ein Café war der erste Kunde. Und der letzte? „Einige merken erst an Heiligabend, dass Weihnachten ist“, antwortet Thomas Pankoke lachend. Und berichtet von dem Kunden, für den er abends um 17 Uhr noch ganz frisch eine Tanne in der Schonung geschlagen hat. „Der Mann hatte schon sei nen besten Anzug an.“

So auf den allerletzten Drücker kommen allerdings die wenigsten Kunden, berichten Thomas Pankoke, Ehefrau Astrid und Sohn Patrick. Am meisten los ist am dritten oder vierten Adventswochenende. An den Wochenenden gibt es beim Familienbetrieb Pankoke, der jedes Jahr zudem Bäume an Vereine, Schulen und Kirchen spendet, zusätzlich Glühwein und Plätzchen, auch beleuchtete Sterne werden verkauft.

Am meisten nachgefragt sind Nordmanntannen zwischen zwei und 2,50 Metern Größe. Der Preis bewege sich dabei im Bereich von 25 bis 35 Euro und somit auf Vorjahresniveau, erläutert Thomas Pankoke. Viele entscheiden sich zudem für einen Baum, der bereits fertig zum Abtransport auf dem Hof liegt. Wer will, kann aber auch auf die Schonung gehen und sich dort ein Exemplar aussuchen, dass dann frisch geschlagen wird.

Wie der perfekte Weihnachtsbaum auszusehen hat, da sind die Geschmäcker ganz unterschiedlich, weiß Astrid Pankoke. Einmal habe sie ein etwas krüppeliges Exemplar schnell wegräumen wollen - das bemerkte ein Kunde. Und fand den Baum in ihrer Hand so schön, dass er ihn gleich kaufte. Einige bevorzugen statt Nordmanntanne Rotoder Blaufichten, da die den beliebten Geruch nach Tannenzweigen bieten.

Und wie hält sich ein Weihnachtsbaum möglichst lange? „Ein frisch abgesägter Baum sollte nicht sofort ins Haus, das ist zu stressig für ihn“, betont Astrid Pankoke. Mindestens einen Tag sollte er stattdessen noch draußen gelagert werden. Und: Den Baum in den ersten zwei bis drei Tagen sehr gut wässern, damit er sich vollsaugen kann. Später ist dann regelmäßiges Lüften sinnvoll. In einem gut beheizten Raum mit Fußbodenheizung halte sich ein Weihnachtsbaum rund zwei bis drei Wochen, erläutert Thomas Pankoke. In einer kühlen Bauerndiele können es sogar bis zu acht Wochen sein.

Quelle:
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