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Montag, 22. Oktober 2018permalink

Mehr als Brauchtumspflege und Geselligkeit

Von Stefan Bücker Rorup. Seine 25. Jahreshauptversammlung hielt der Heimatverein Rorup ab. Neben dem Vorstandstisch mit acht Plätzen hatte der Heimatverein Rorup in der Sporthalle 112 Sitzmöglichkeiten geschaffen, und sie waren in Gänze besetzt. "So eine volle Halle ist schon ein tolles Bild", freute sich der Vorsitzende Bernhard Krümpel. Tatsächlich scheint in Rorup "Heimat" nicht nur ein Begriff, sondern eine Lebensphilosophie zu sein. Denn die Zahl derer, denen Krümpel im Laufe des Abends für ihr Engagement im Verein namentlich dankte, war beeindruckend.

Zunächst aber wurde ein deftiges Grünkohlessen aufgetischt. "Nach alter westfälischer Tradition gibt's zum Grünkohl eingemachte Birnen, für deren Qualität Familie Aerdgen zuständig ist", so Krümpel.

Nach dem Essen wurde es offiziell. Günter Hörsting lobte die Veranstaltung für Kinder, die in diesem Jahr zum ersten Mal angeboten worden war. "Damit setzen wir ein Zeichen, dass wir ein lebendiger Verein für wirklich alle Roruper von Jung bis Alt sind. Es ist doch einfach schön, dass sofort 30 Kinder dabei waren", freute sich Hörsting.

Einen Vortrag der Deutschen Rentenversicherung über die rechtlichen Ansprüche im Zusammenhang mit der gesetzlichen Rente hatte der zweite Vorsitzende Michael Wermeling organisiert.

Beisitzer Erwin Tekath widmete sich dem leidigen Thema der Datenschutzverordnung.

Für die Theatergruppe berichtete Franka Hessel über die bevorstehenden Aufführungen, die am 24. Oktober im Rahmen des Seniorennachmittags ihren Auftakt nehmen.

Großer Beliebtheit erfreuen sich nach den Ausführungen des Geschäftsführers Ulrich Artmann die mittwöchlichen Radtouren. Artmann wies zudem auf den Vortragsabend am 8. November von Stadtarchivar Dr. Stefan Sudmann im Bürgerhaus hin, der sich unter der Fragestellung "Beginn einer neuen Epoche?" dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem damit verbundenen Niedergang des Kaiserreiches widmet.

Den Berichten der Vorstandkollegen folgte Krümpels großer Dank. Er erinnerte an die Arbeit im Zusammenhang mit der Instandhaltung und Pflege des Bürgerhauses, die Kindergartengruppe und die Aufrechterhaltung der vielen Besuche der Fahnenträger. Er dankte dem Kiepenkerl Felix Wiesmann und der Familie Netterhaus für die Gestaltung des Ausklangs beim "Gang in den Abend" für immerhin 50 Personen.

In seinem Kassenbericht ging Ludger Wulf auf die Notwendigkeit zur Schaffung von Rücklagen ein.

"Mensch, was fliegen hier die Hände hoch", wunderte sich Krümpel bei den abschließenden Tagesordnungspunkt Aussprache über ausbleibende Wortmeldungen. In Rorup scheint die Welt in Sachen Heimat - oder besser in der Arbeit für die Heimat - sehr in Ordnung zu sein.

Quelle:
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