
Nach einer Eröffnungsansprache durch die Vorsitzende und Moderatorin Ulla Deemann öffnete sich der Bühnenvorhang: Die Tanzmariechen der Coesfelder Karnevalsgesellschaft DiLaHei sorgten für einen ebenso schwungvollen wie artistischen Einstieg in die fast dreistündige Show.
„Seitdem wir vor einigen Jahren ein Orga-Team für die Gestaltung unseres Stiftungsfestes gegründet haben, werden die einzelnen Programmpunkte nicht mehr eingekauft. Die Akteure sind mit ganz wenigen Ausnahmen allesamt Chormitglieder“, erläuterte Schriftführerin Birgit Reckmann vor dem Auftritt des von Stefan Meyer und Hans Peter Wodsack professionell in Szene gesetzten Raben Rudi. Das Chormaskottchen war ein Garant für wahre Lachsalven und brachte den Rorupern völlig neue Erkenntnisse. Zum Beispiel, dass die Fußballspieler der Brukteria mit Fahrrädern zum Training kommen, um das Absteigen zu üben. Und dass eine Blumenhochzeit gefeiert wird, wenn sie verwelkt und er verduftet ist.
Märchenhaft ging es mit einem männlichen Rotkäppchen mit stacheligen Beinen und Bartstoppeln sowie einem zur Fallsucht neigenden bösen Wolf weiter, bevor Anja Mersmann in ihr Roruper Kochstudio zu Truthahn mit Whisky einlud und dabei einen entscheidenden Fehler machte. Sie benutzte den Whisky nicht für den Braten, sondern trank ihn selber aus, verlor immer mehr den Boden unter den Füßen und servierte den Vogel erst am nächsten Tag kalt mit Mayonnaise und Aspirin.
Nachdem Rorup in starker Anlehnung an die Fernsehshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) zum Ausklang des Programmteils den Superchor (RSDSC) gesucht und gefunden hatte, übernahm schließlich ein Großteil der Zuschauer selbst das Regiment auf der Bühne: Zu DJ-Musik wurde bis in die Nacht hinein getanzt.
VON HEINZ HABERS