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Freitag, 1. Juni 2018permalink

Frieda Braun begeistert bei ihrem Auftritt im Roruper Schützenfestzelt

Spenden sammeln einmal anders

Rorup. So etwas hatte Rorup noch nicht erlebt! Innerhalb von wenigen Minuten bebte das Festzelt, als am Donnerstagabend Frieda Braun alias Karin Berkenkopf die Bühne betrat. „Jetzt, wo ich Euch sehe, bin ich froh, dass ich gekommen bin,“ waren ihre ersten Worte an die Gäste im ausverkauften Zelt.

Von Ulla Bönig

Freitag, 01.06.2018

Frieda Braun begeistert bei ihrem Auftritt im Roruper Schützenfestzelt: Spenden sammeln einmal anders
Was hat sie damit jetzt bloß vor? Frieda Braun wusste ihr Roruper Publikum immer wieder zu überraschen. Foto: Ulla Bönig

„Ich glaube, Ihr alle kennt Frieda Braun, und ich muss sie Euch nicht mehr vorstellen“, hatte zuvor Joachim Pollock von der Dorfgemeinschaft Rorup.net die Besucher begrüßt. Die skurrile Dame stammt aus dem Sauerland, spricht auch so und fühlte sich in Rorup sofort wohl.

Und sie hatte eine Mission: Frieda Braun plant mit ihren Freundinnen einen Wohltätigkeitsbasar und ist deshalb auf der Suche nach Sachspenden. „Ach, wie ich sehe, habt Ihr auch was mitgebracht“, sagte sie und zeigte auf eine Tasche, die über einem Stuhl in der ersten Reihe hing. Und die Jacke der Dame daneben, die sei schon alt und zum Spenden geeignet.

Dass es nicht immer legal zugeht, wenn die Damen unterwegs sind zum Sammeln, verriet Frieda Braun mit einem verschmitzten Lächeln, einer unglaublichen Körpersprache, hervorragender Mimik und viel Wortwitz. Sie ist authentisch und hat eine großartige Präsenz. Ihre Alltagsgeschichten sind dabei so glaubwürdig, dass jeder der Zuhörer wahrscheinlich schon Ähnliches selbst erlebt hat.

Dass es nicht immer so leicht ist, geeignete Dinge zu sammeln, zeige sich laut Frieda darin, dass Männer am liebsten trockene Pinsel im Glas abgeben würden. „Wir nehmen nicht alles, und Verwandte können auch nicht abgegeben werden“, resümierte die Kabarettistin.

Und dann war da noch das Fitnessgerät. Das sorge zwar beim Kauf für ein gutes Gefühl, stehe dann aber nur noch im Schlafzimmer rum. „Das kennt Ihr, nee? Ist ja auch praktisch, kann man schön die Sachen dranhängen. Rechts meine, links seine.“ Vor allem die Damen im Publikum bestätigten es mit Lachtränen und nicht enden wollendem Applaus.

Quelle:
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