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Mittwoch, 18. Februar 2026permalink

Rorup soll gleich doppelt wachsen

Von Kristina Kerstan

Rorup sei Dülmens jüngster und am schnellsten wachsende Ortsteil - das hatte der damalige Ortsvorsteher Dr. Stephan Schulze Mönking 2025 im Rahmen des Jubiläums zum 975-jährigen Bestehen des Dorfes gesagt. Jetzt soll Rorup weiter wachsen - und zwar gleich doppelt. Denn die Stadt plant, sowohl das Baugebiet Stockenkamp als auch das Gewerbegebiet Empter Weg zu erweitern.

„Für Rorup sind das positive Nachrichten“, betont der heutige Ortsvorsteher Paul Pankoke gegenüber der DZ. Bedarf sieht er auf jeden Fall - und zwar sowohl für Bauen als auch Gewerbe.

Zuerst der Blick zum Empter Weg. Das bisherige Gewerbegebiet hier ist komplett vermarktet, freie Flächen gibt es nicht. Allerdings gebe es bestehende Betriebe, die bereits den Wunsch nach einer Erweiterung geäußert hätten, berichtet Pankoke. Daher gehe es bei den Planungen unter anderem darum, diesen Unternehmen die Chance dafür zu geben, auch um Arbeitsplätze vor Ort zu halten oder neue zu schaffen.

Erweitern soll sich das Gewerbegebiet südlich der Dülmener Straße (L 580) und südöstlich angrenzend an die bestehende Bebauung des Empter Weges. Beim Flächennutzungsplan geht es um ein rund 5,7 Hektar großes Areal. Der entsprechende Bebauungsplan soll gut 6,5 Hektar umfassen. Der Großteil davon (fünf Hektar) betrifft bisher landwirtschaftliche Flächen, die sich im Eigentum der Stadt Dülmen befinden. Die übrigen 1,5 Hektar sind bereits Teil des bestehenden Gewerbegebietes. Hier müssten laut Verwaltung teils Planungen angepasst werden. Was die Stadt in ihrer Vorlage für den Bauausschuss betont: Sie will die Voraussetzungen für kleinteilige Grundstückszuschnitte schaffen. Gleichzeitig sollen die Vorgaben aber flexibel genug sein, um im Einzelfall ein Angebot für Betriebe mit größerer Flächennachfrage bedienen zu können.

Was das Wohnen angeht, so ist die Situation hier in Rorup ähnlich wie bei den Gewerbeflächen. Das Baugebiet Stockenkamp ist komplett vermarktet, das letzte Mehrfamilienhaus gerade im Bau. Die Nachfrage damals sei sehr groß gewesen, erinnert sich Pankoke. Denn vorher habe es im Dorf eine Art „Stau“ gegeben, sprich standen überhaupt keine Baugrundstücke zur Verfügung. Daher sei die Stockenkamp-Vermarktung auch sehr schnell gelaufen. Auch etliche jüngere Roruper hätten hier gebaut.

Damit sich nicht wieder ein solcher Druck aufbaue, begrüßt der Ortsvorsteher, dass absehbar erneut Baugrund in Rorup ausgewiesen werden soll. Vermutlich werde die nächste Vermarktung nicht ganz so schnell laufen - so ständen aber langfristig Grundstücke zur Verfügung.

Konkret geht es dabei um Ackerland (größtenteils im Eigentum der Stadt) zwischen den Häusern von Stockenkamp, Schulstraße und dem Fleisenbach. Der Bebauungsplan umfasst eine Fläche von 3,1 Hektar. Nicht dazu gehören landwirtschaftlich genutzte Fläche direkt an der Limberger Straße: Die befindet sich laut Stadt in Privateigentum und soll weiter der Landwirtschaft dienen.

Wie es jetzt weitergeht? In der aktuellen Sitzungsstaffel soll die Politik grünes Licht geben, damit die Stadtverwaltung die notwendigen Verfahren einleiten kann. Läuft alles wie angedacht, könnte 2027 Planungsrecht bestehen. Im Anschluss müssen auf jeden Fall Erschließungsarbeiten laufen. Pankoke selbst rechnet nicht damit, dass vor 2029 gebaut werden kann. „Bis dahin wird es in Rorup nicht einfach sein, Baugrundstücke zu finden.“

Sowohl das Gewerbegebiet Empter Weg (oben) als auch das Baugebiet Stockenkamp sollen erweitert werden. Beim Stockenkamp geht es um die Flächen rechts von der bestehenden Bebauung. 

Quelle:
DuelmenerZeitung.jpg