Mittwoch, 28. Juli 2010permalink

Zurück in die 50er-Jahre

Rorup. Die münsterländischen Freunde von alten Traktoren und landwirtschaftlichen Geräten kennen sich untereinander, helfen sich gegenseitig - und treffen sich mit ihren alten Schmuckstücken regelmäßig bei den diversen Oldtimer-events in der Region. Eine solche Veranstaltung findet am kommenden Wochenende in Altenberge statt, an dem auch die Schlepperfreunde Karthaus teilnehmen und Weizen wie in den 50er-Jahren dreschen werden.

Ernst Letterhaus, Vorsitzender des Heimatvereins Rorup und ein begeisterter Lanz-Bulldog-Fan, hatte dazu im Vorfeld eine historische Ernte auf einem Acker am Kloster Hamicolt organisiert, an dem sich mehrere Clubs aus der Umgebung beteiligten.

Die Oldtimer-Freunde Historische Landtechnik Coesfeld-Lette, der Heimatverein Dreschclub Darfeld und Matthias Roters mit seinem noch prima funktionierenden John-Deere-Mähdrescher machten sich mit drei Mähbindern an die Arbeit, die den Landwirten vor vielen Jahrzehnten das Leben deutlich erleichtert haben und Sense sowie Sichel bei der Getreideernte so gut wie überflüssig machten.

In einem Arbeitsgang schnitten sie die Halme mit Hilfe einer Haspel und banden sie automatisch zu Garben zusammen, die dann nur noch per Hand eingesammelt auf einen Hänger geworfen wurden.

In einer Woche geht es in Altenberge mit der Arbeit dann weiter, wo der Weizen mit einer an allen Ecken klappernden, aber noch gut erhaltenen Dreschmaschine weiter bearbeitet wird.

Ganz klar, dass sich binnen kürzester Zeit zahlreiche Spaziergänger und Radfahrer an dem Feld einfanden und die ungewöhnliche Ernte in Rorup erstaunt beobachteten. Darüber freute sich Drahtzieher Ernst Letterhaus natürlich ungemein: „Bei einer Ernte mit modernen Geräten bleiben kaum einmal Leute stehen, unsere Oldtimer und die alten Techniken sind aber immer wieder ein Blickfang und stoßen auf großes Interesse. Das ermuntert uns alle, unser zeitintensives Hobby weiter zu betreiben und der heutigen Generation zu zeigen, wie früher in der Landwirtschaft gearbeitet wurde.“

Der in den 50er-Jahren eingesetzte Mähbinder funktioniert noch prächtig.

Quelle:
DuelmenerZeitung.jpg