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Freitag, 19. Mai 2017permalink

Rorup dankt Streyl

Ehrenplakette verliehen / Engagiert in Kirche, Politik und Natur

Von Alexandra Schlüter

 



„Immer, wenn Ihr Name fällt, höre ich große Hochachtung und Respekt“. Bürgermeisterin Lisa Stremlau
würdigte Ludger Streyl, der mit der Roruper Ehrenplakette ausgezeichnet wurde, mit sehr persönlichen Worten.

RORUP. Nein, im Vorfeld sollte nichts bekannt werden von der Auszeichnung. Das
war Streyls besonderer Wunsch, dem rorup.net dann auch gefolgt ist. Das passt zu
der Bescheidenheit, die nicht nur Lisa Stremlau, sondern auch Ortsvorsteher Dieter
Klaas in seiner Laudation besonders hervorhob.

Die Liste der Verdienste des 77-Jährigen, der im Jahr 1970 von Haltern nach Rorup gezogen
ist, ist in der Tat beeindruckend lang. Als gläubiger Christ hat er sich durchweg in
der Kirche engagiert, als stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstande sei er an
vielen Prozessen beteiligt gewesen.

„Ich nenne hier nur mal das erste Pfarrfest“, blickte Klaas zurück. Dies war kurzerhand
als Gemeinschaftsaktion von Kirche und Sportverein aus der Taufe gehoben
worden und damals ein großer Erfolg. Oder die Einführung von Pastor Golder, die
Streyl maßgeblich mit voran getrieben hatte. „Dass das Seniorenheim
heute auf seinem Platz ist, haben wir deinem Einfluss zu verdanken“,
nannte Klaas einen weiteren Meilenstein.

Ob Kirchenrenovierung oder Friedhofserweiterung, Streyl war nicht nur
mit guten Worten, sondern auch mit Taten an Werk. „Als wird den Dorfpark umgestaltet
haben, hast du die Gräfte fast alleine ausgekoffert. Ein wahnsinniger Kraftakt“, so
Klaas. Neben der Kirche engagierte sich Streyl in der CDU, hatte viele Jahre den Posten des
stellvertretenden Landrats inne. „Auch bei kontroversen Diskussionen warst du immer
zielorientiert, nie unsachlich und immer um einen Ausgleich bemüht“, so Klaas.

Zahlreiche Kompromisse habe Streyl bewirkt, aber seine Erfolge nie an die große Glocke
gehängt. Dritte Wirkungsstätte von Ludger Streyl war immer der Naturschutz. „Du bist der beste
Beweis dafür, dass Landwirtschaft mit Naturschutz zusammen gehen kann“, lobte
Klaas und erinnerte daran, dass Streyl führendes Mitglied in der Naturfördergesellschaft
war.

Lisa Stremlau blieb da nur noch, die lange Liste um das Bundesverdienstkreuz zu ergänzen.
Sie habe Ludger Streyl immer als „einen in die Familie verliebten Menschen“ erlebt.
Vier Kinder und neun Enkelkinder seien der Rückhalt für seinen Einsatz. Sie hoffe,
dass Ludger Streyl sich noch viele Jahre als „Botschafter für Rorup“ engagieren werde.
Der Geehrte selbst nahm eine lange Reihe von Gratulanten in Empfang. In seiner
Dankesrede stellte er seine Erfolge als „Gemeinschaftserfolge“ heraus und schloss mit
einer ganz besonderen Liebeserklärung an Rorup: „Diese liebenswerte Dorf mit seinen
freundlichen und weltoffenen Bürgern ist wirklich meine zweite Heimat geworden“.

Quelle:
StadtAnzeiger.png